Die Geschichte des Gnadenhofes....
Der Tierschutz ist schon immer Gisela Wertheims besonderes Anliegen und eine echte Herzensangelegenheit. Schon während ihrer Engagements als Schauspielerin in München und Ingolstadt war sie für notleidende Tiere da und das sollte sich auch nicht ändern als sie vor 30 Jahren nach Karlsruhe kam.
Ihre Hilfe galt zunächst heimat- und herrenlosen Katzen und deren traurigem Schicksal. Von der Idee der Lebendfallen begeistert, mit deren Hilfe man die Tiere einfängt, kastriert und wieder an jenem Ort in die Freiheit entlässt, an dem sie bisher gelebt haben, begann sie sich in diesem Bereich zu engagieren. Sie wandte sich dabei an verschiedene Tierschutzvereine, die bereits Erfahrung mit dieser neuen Praxis hatten und lernte dabei Herrn Scheer vom Freiburger Tierrettungsdienst kennen – ein weithin anerkannter und geschätzter Tierschutzexperte - der ihr Vorbild und Lehrer zugleich wurde. Von seinem reichen Erfahrungsschatz in Sachen Tierschutz für die verschiedensten Tierarten konnte sie unendlich viel profitieren.
Letztendlich bot sich auch die Möglichkeit sich dem Tierrettungsdienst Freiburg organisatorisch anzuschließen, was viele Reibungsverluste durch eigene Organisationsstrukturen vermeiden half. Viele Ideen wie etwa die der Tierschutzzeitung konnte Gisela Wertheim von Freiburg übernehmen und sie vermochte so ihre ethischen Grundsätze des Tierschutzes zu verwirklichen. Was mit Katzen begann, führte schließlich zum Gnadenhof in der Pfalz, wo Gisela Wertheim heute eine Vielzahl verschiedenster Tiere beherbergt, die alle nur eines gemeinsam haben – sie sind verstoßen, misshandelt, alt oder krank.
Als die Anzahl der Hunde die Möglichkeiten überstieg, wurde die Idee der „Begegnungsstätte Mensch-Hund“ in Karlsruhe/Knielingen geboren, die sie seit November 2002 zusammen mit Cornelia Napparell leitet. Dort leben bis zu 25 Hunde, die misshandelt, ausgesetzt oder abgegeben wurden. Die Hunde werden hier ihren individuellen Bedürfnissen nach (deswegen die geringe Anzahl von Hunden) aufgepäppelt und psychisch aufgebaut. Es soll eine Durchgangsstation für die Hunde sein, die manchmal schon nach ein paar Tagen vermittelt werden. Problemhunde, die nicht so leicht vermittelt werden können, haben ihre eigene Bezugsperson, die sich eingehend mit ihnen beschäftigt. So wird auf ihre individuellen Schwächen und Ängste eingegangen. Zu einer Besonderheit der Begegnungsstätte gehört, dass die Betreuer die Tiere auch mal mit nach Hause nehmen oder mit dem Auto wegfahren, um sie mit anderen Orten und Situationen zu konfrontieren. So sind die Hunde nicht von der Umwelt abgeschnitten und haben die Möglichkeit sich mit verschiedenen Situationen vertraut zu machen und wir die Möglichkeit sie besser zu beurteilen und damit auch den zukünftigen Besitzer besser zu informieren.