Goldi

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Liebe Frau Napparell, liebes Team vom AG-Tierschutz!

Vor 1,5 Wochen haben wir unser liebes Lienchen oder Frl. Klingeling (sie trug ein kleines Glöckchen am Halsband weil sie nichts mehr gehört hat – wir dafür aber sie!) über die Regenbogenbrücke begleitet. Sie bekam innerhalb von 2 Wochen mehrere epileptische Anfälle und trotz Begleitung durch unseren Tierarzt wurden die Anfälle mehr so dass mein Mann und ich uns im Sinne des „Tierschutzes“ für ein sanftes Sterben entschieden haben um unserem Lienchen das Leben nicht noch schwer zu machen.

Frl. Klingeling hatte leider nur eine kurze Zeit bei uns aber sie hat in einem rasanten Tempo wieder alles was sie noch kannte aufgeholt und ihr Gehirn aktiviert.

Zu Anfang war sie etwas orientierungslos, sie hatte aber die Möglichkeit von unseren anderen Hunden alles abzuschauen und sie fing an, Schritt für Schritt durchs neue Leben zu gehen. Jeden Morgen hat sie sich gefreut, dass sie ihren Menschen um sich hatte! Zuerst spielte sie ihr Spiegelbild im Bad an, dann war ab und zu unser anderer kleiner Pudel dran…

Kurz, sie genoss das Leben in vollen Zügen und eins noch: das gleiche was Sie auf Ihrer Homepage von der anderen kleinen Pudelhündin schreiben:

Frl. Liene ging sogar durch die Hundeklappe selbständig raus und machte Pippi im Hof draußen und nicht im Haus! Trotz des Alters und dieser Vorgeschichte!

Ich glaube jeder der Hunde aus solchen Verhältnissen adoptiert weiß, dass man am Anfang einfach etwas mehr Mühe investiert aber die Tiere danken es einem 1000fach!


Zu ihrer Vergangenheit kann man wirklich nur empfehlen den Bericht des Tierheims Pforzheim zu lesen - und in diesem Fall besonders den Abschnitt von "Gottes verlassenen Kindern"  - und wenn man dann liest was Goldi daraus gemacht hat muss man den Hut ziehen vor soviel Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.


......"Gottes vergessenen Kinder... Allein der Gedanke an diesen Moment schnürt einem wieder den Hals zu und treibt einem die Tränen in die Augen. Im ersten Stock der Scheune entdeckten wir eine Tür. Dahinter verbarg sich ein stickiger Raum ohne Tageslicht. Es war stockdunkel darin und stank noch schlimmer als in den anderen Räumen. Als das Licht anging, konnten wir unseren Augen kaum trauen: ähnlich einem alten Ziegenstall, gab es dort vier mit altem, schon lange nicht gewechselten Stroh ausgestreute Boxen. Drei halbhohe und eine bis zur Decke mit Brettern "verrammelte". Da kann kein Tier drin sein waren wir uns sicher, zu unvorstellbar der Gedanke daran, dass mitten in einer Kleinen Gemeinde des Enzkreises so etwas möglich sein soll. Aber es war möglich. Als die Tür auf ging flitzte sofort ein undeffinierbares Fellknäul an uns vorbei. Es war tatsächlich ein Hund. Auch in den anderen Boxen je ein Hund. Erbärmlich verwahrlost, bis zur Unkenntlichkeit verfilzt (siehe Bild oben links)." 

Bericht des Pforzheimer Tierheims-> siehe Rubrik Nachrichten



Nach einem schweren Leben alles loszulassen, das  Beste aus allem zu machen,
das Leben anzunehmen und es mit allen Sinnen zu genießen,
ist für die meisten Menschen nicht zu schaffen –
Unser Goldkind Goldi hat genau das getan – eine echt tapfere Hündin!



 

 

 

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