Tierfotografie
Jeder Tierbesitzer hat sicherlich endlos Bilder seines Lieblings gemacht. Nur auf den meisten Bildern ist leider nicht das drauf, was eigentlich drauf sein sollte. Bei uns Menschen ist es oft auch nicht besser, die meisten Bilder sind eher unvorteilhaft - und wir wissen, dass wir uns für das Foto ins rechte Licht rücken müssen.
In Zeiten digitaler Fotografie ist das ja auch kein Problem mehr, einfach löschen und nochmal fotografieren. Damit in Zukunft Tierbilder besser gelingen haben wir eine kleine Auswahl an Tipps zusammengestellt.
|
|
|
Blitz: Rote Augen sind unerwünscht, also sollte man erstmal nach Alternativen Ausschau halten. Eventuell reicht es schon die komplette Zimmerbeleuchtung anzumachen. Genügt das nicht, dann kann man auch ein kleines Blatt Papier vor den Blitz in der Kamera halten, zur Not auch einen Finger, um für mehr Streuung des Lichtes zu sorgen. Am besten sind aber natürlich Blitzgeräte, die sich schwenken lassen oder gar externe Blitzgeräte, nur leider sind diese recht teuer und auch bei Schnappschüssen erst viel zu spät aufgebaut.
Zoom und Objektiv: Bei Digitalkameras sollten Sie darauf achten, dass der digitale Zoom nicht aktiviert ist, sondern nur der optische Zoom benutzt wird. Dies sorgt für eine bessere Bildqualität. Bei digitalen Spiegelreflexkameras ist das passende Objektiv gefragt. Bei der Vielzahl an Angeboten sollten Sie sich eine Beratung in einem Fachgeschäft einholen, um wirklich das passende Objektiv zu finden.
|
Technisches: Normalerweise regelt die Kamera alles ganz allein und es nicht nötig irgendwelche Einstellungen vorzunehmen. Sollten Sie aber die Möglichkeit an Ihrer Kamera haben Blende, Belichtungszeit usw. selbst einzustellen, dann probieren Sie doch mal verschiedene Einstellungen aus. Sie werden sehen, dass sich damit wirklich überzeugende Verbesserungen erzielen lassen.
| |
|
Blende/Verschlußzeit: Mit der Blende regeln Sie die Größe der Öffnung und damit wieviel Licht einfallen kann. Ein Wert von 1:2 läßt viel Licht durch, je höher der zweite Wert ist, desto weniger Licht nimmt die Kamera auf (z.B. 1:8). Viel Licht bedeutet aber auch, dass nur Teile des Bildes wirklich scharf sind, der Rest verschwimmt ein wenig. Damit kann man aber z.B. einen unschönen Hintergrund "verschwinden" lassen. Bei der Verschlußzeit können Sie festlegen wielange die Kamera das Bild aufnehmen soll. Je länger, umso heller werden die Bilder. Leider sind bei langer Verschlußzeit Verwackler nicht auszuschließen. Gerade bei sehr schönem, sonnigem Wetter kann man aber mit einer zusätzlich verkürzten Verschlußzeit besser Farben erzielen als im Automatikmodus.
|
Drittel-Regel
Die Drittel-Regel lehnt sich an den Goldenen Schnitt an. Das ist eines der ältesten Gestaltungsmittel in der Kunst. Der Goldene Schnitt positioniert Bildelemente so, dass sie dem menschlichen Auge und seinem Empfinden harmonisieren. In der Praxis greift man aber auf die vereinfachte Form zurück: die Drittel-Regel.
Dabei teilt man das Bild gedanklich durch je zwei horizontale und vertikale Linien in Drittel ein (ergibt insgesamt also neun Felder). Man positioniert nun am besten das Hauptelement ungefähr einem Schnittpunkt dieser Linien. Unser Auge empfindet diese Positionierung als besser angenehm und zudem macht dies ein Bild interessanter und es wirkt aufgeräumt.
| |
Das Photoshooting:Fast unverzichtbar ist ein Helfer, wenn Sie ein Foto mit Ihrem Liebling machen wollen. Schließlich sind Sie mit der Kamera beschäftigt und irgendjemand muss ja Hund, Katze oder Vogel vor die Linse locken. Ein bißchen Vorbereitung gehört also auch dazu: Leckerli, Spielzeug und andere Hilfsmittel müssen erstmal organisiert werden.
Licht:Für Aussenaufnahmen empfiehlt es sich in den frühen Morgenstunden oder in den Abendstunden mit der Kamera auf Motivsuche zu gehen. Grelles Sonnenlicht ist gerade bei Vögeln sehr schlecht, da deren Federn dabei oft überbelichtet werden, was aber auch für das Fell von Hund und Katze gilt.
Das Licht sollte zudem eher von hinten kommen, denn Gegenlichtaufnahmen liefern oft auch nicht die gewünschten Farben.
Für Innenaufnahmen sollten Sie über genügend indirektes Licht verfügen, zur Not aus den Nachbarzimmern mobile Lampen holen, so dass es hell genug ist und auf einen Blitz verzichtet werden kann.
Blickwinkel:Öfters mal die Perspektive wechseln ist extrem spannend. Wie sieht der Hund denn alles aus seiner Persepektive? Mit dem Tier auf Augenhöhe ist viel interessanter als alle Bilder aus Menschensicht zu machen. Auch wenn andere Spaziergänger Sie eventuell für verrückt erklären, weil Sie sich in die Wiese legen um ein tolles Bild von Ihrem Schützling zu machen, lassen Sie sich nicht davon abschrecken.